Spielzeug für Kleinkinder – unsere Top 5

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Nachdem ich kürzlich einen Beitrag zum Thema „geeignetes Spielzeug für Kinder mit ADHS“ erstellt habe, wurde ich immer wieder gefragt, ob sich das von mir vorgestellte Spielzeug auch für „normale“ Kleinkinder eignet. Überwiegend ist es tatsächlich so, dass die vorgestellten Sachen unabhängig von Konzentrationsschwierigkeiten die Dinge sind, die von unseren Jungs am Häufigsten und Längsten bespielt wurden. Daher möchte ich Euch heute etwas anders aufbereitet, unsere „Alltime – Top 5“ Spielzeug für Kleinkinder (wahrscheinlich eher für Jungs als für Mädchen) vorstellen.

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Kapla Steine

Kapla Steine halte ich für das wertigste, pädagogisch sinnvollste und am längsten nutzbare Spielzeug für Kleinkinder. Es sind im Prinzip ganz einfache Holzbausteine in den Maßen 120 x 24 x 8 mm. Diese Bausteine aus Pinienholz haben leicht abgeschrägte Kanten, sind kerzengerade und schön geschliffen. Ein Holzplättchen gleicht dem anderen in Form und Maß bis auf 1/10 Millimeter. Dadurch können hohe Türme und Bauwerke verwirklicht werden, die durch die Passgenauigkeit der Steine nicht so schnell einstürzen.

Fünf Bausteine nebeneinander gelegt ergeben die Länge eines einzelnen Hölzchens. Stapelt man drei Stück übereinander, ergibt die Höhe genau die Breite eines Einzelnen.
Diese gut durchdachte Formgebung entspricht dem „dreidimensionalen goldenen Schnitt“ und eignet sich besonders gut zum Bauen und Stapeln, da man intuitiv Türme bauen kann, fast egal, in welcher Richtung man die Steine stapelt.

Die Steine fassen sich einfach toll an, weich und glatt. Die Qualität der Steine hat ihren Preis, dafür hat man aber wirklich lange Freude daran. Viele Kitas und andere pädagogische Einrichtungen haben genau aus diesem Grund diese Steine im Repertoir. Die Steine findet man aber nicht nur in Kitas sondern z.B. auch im Schulhort, weil auch große Kinder und Erwachsene von diesen Steinen angesprochen werden.

Wir haben eine große Box mit 1000 Steinen* gekauft und diese Menge auch schon oft fast komplett verbaut. Da die Box so dekorativ ist, steht sie bei uns im Wohnzimmer und wird dadurch häufig und von der ganzen Familie genutzt. Sie hat Rollen und Griffe, so dass auch Kinder sie bequem zur Baustelle ziehen können. Diese „schöne“ Box gibt es auch mit 280 Steinen*, außerdem noch kleinere Boxen, z.B. mit 100* und 200* Stück. Aber glaubt mir, die Investition in die große Box lohnt sich wirklich!!

Unsere Kinder nutzen die Kapla Steine zum Bauen von Türmen – inzwischen nicht mehr nur eindimensional ein Stein auf den anderen sondern mit 4 oder 5 Steinen pro Reihe bzw. Stockwerk. Als sie noch kleiner waren, haben sie die Türme anschließend umgeworfen oder mit einem Ball wie beim Dosenwerfen abgeschossen. Inzwischen spielen wir z.B. auch „Jenga“ damit, d.h. abwechselnd werden so lange einzelne Steine aus dem Turm gezogen, bis dieser irgendwann umfällt. Ausserdem bauen sie  mit den Steinen lange gerade Reihen oder z.B. Straßen, Umzäunungen oder Garagen für Autos oder für Lego Figuren.

     

Mit unserem AuPair haben die Kinder große Bauwerke errichtet.

Die Steine sind nach Angaben des Herstellers ab 36 Monaten geeignet – ich denke, das liegt daran, dass man das weiche Holz mit Babyzähnen kaputt beißen könnte. Sie sind unbehandelt und schadstofffrei und daher auch beim in den Mund nehmen unbedenklich.

Die Steine sind tatsächlich seit mehreren Jahren eines unserer Top 5 Spielzeuge, sowohl was die Nutzungshäufigkeit angeht als auch den Spielspaß.

Brio Bahn

Die absolute Nummer 1 in der Rangliste der beliebtesten Spiele von Sohn 1, mit denen er sich am häufigsten und am ausdauerndsten beschäftigen kann (und das schon seit 3 Jahren), ist seine Brio Bahn – ein absoluter Klassiker in Deutschlands Kinderzimmern. Wie alle anderen hier vorgestellten Spielzeuge sind die Sachen von Brio absolut robust und genial einfach zu handhaben.

Wir haben inzwischen mehrfach Schienen, insbesondere gerade (also nicht runde für Kurven) Schienen, nachgekauft, denn die Lieblingsbeschäftigung unseres Sohnes ist: „eine Strecke bauen“. Diese führt möglichst lange schnurgerade quer durch unser Wohnzimmer bis in die offene Küche, dort um die Kücheninsel herum und dann wieder zurück. Dabei steht das Bauen im Vordergrund, auch wenn am Ende natürlich eine Lok (mit unzähligen Anhängern) die Strecke abfahren muss.

Als Starterset kann ich dieses Set* mit Schienen, Zug, Tunnel, Spielfiguren und Zubehör empfehlen oder dieses Set*, wenn man etwas mehr Geld anlegen möchte. Um einen ersten Bestand an Schienen zu haben, eignet sich dieses XXL Schienenpaket* – ein Sonderset zu einem unschlagbaren (reduzierten) Preis. Ansonsten kann man Schienen immer mal wieder preiswert auf Flohmärkten zukaufen oder im Auktionshaus ersteigern. Es gibt auch Schienen von anderen Herstellern, die kompatibel sind. Die Qualität insbesondere der Steckverbindungen lässt allerdings zu Wünschen übrig, so dass wir am Ende bei den Originalen geblieben sind.

Am meisten hat sich bei uns diese Lok mit Fernbedienung* bewährt.

Die Batterie hält lange und sie meistert mühelos auch Brücken und zieht die vielen Anhänger, die unser Sohn immer dran hängt.

Dazu haben wir die Klassiker, die rote Lola* und den grünen Gustav*. Die haben am meisten Power, was das Ziehen von Anhängern anbelangt, brauchen aber auch die meiste Energie, so dass die Batterien oft leer sind.

Ausserdem haben wir ein paar Holzbrücken (je einfacher desto besser) in verschiedenen Ausführungen. Hier haben wir ausnahmsweise mal bei einem anderen, kompatiblen Hersteller gewildert und dieses Brückenset* gekauft.

Ganz neu aus dem Hause Brio sind sogenannte „Smart Tech Züge mit Action Tunnels und Gebäuden*“.

Die Züge und Tunnels sowie Smart Tech Bahnhöfe und andere Gebäude interagieren miteinander und lösen Sound- und Bewegungseffekte beim Zug aus (z.B. Bremsgeräusche, Stoppen, Rückwärtsfahren, Hupen, etc.). Da stoppt z.B. dann der Zug von alleine im Bahnhof oder macht Zuggeräusche oder hupt, wenn er in den Tunnel einfährt. Die Tunnels lassen sich einfach über die Gleise stellen, der Bahnhof oder z.B. eine Waschanlage müssen in die Schienen mit eingebaut werden. Wir haben einen Smart Tech Zug, einen Bahnhof und drei Tunnels zugekauft bzw. schenken lassen. Das ist tatsächlich eine geniale Weiterentwicklung des Brio Sets!

Ich empfehle dringend leistungsstarke Akkus und ein gutes Ladegerät für die Züge, denn normale Batterien sind nach kürzester Zeit leer und müssen (mit Schraubenzieher, d.h. etwas aufwändiger) gewechselt werden. NICHT empfehlen kann ich übrigens ich die aufladbaren Züge von Brio. Die haben einfach zu wenig Power und kommen schon mit wenigen Anhängern kleine Steigungen und Brücken nicht mehr hoch.

Fotoapparat

Unsere Kinder lieben es schon immer, Fotos auf unseren Handys anzuschauen und schon relativ früh hatten sie auch raus, wie man mit dem Handy Fotos macht. Da man die Kamera auch bei gesperrtem Handy betätigen kann und, wenn man den Finger länger auf dem Abzug lässt, eine Serie von Fotos schießt, kam es das ein oder andere Mal vor, dass das Handy heimlich entwendet wurde und meinen Fotospeicher innerhalb von Minuten voll-fotografiert wurde. Zum 4. Geburtstag gab es deshalb die erste eigene Kamera, und zwar die Kiddy Zoom von der Firma vtech:

Ich muss vorausschicken: die Fotos, die die Kamera macht, eignen sich weder zum Abzüge machen noch zum Anschauen auf dem Fernseher oder ähnliches. Die Qualität ist wirklich ziemlich mies. Aber unseren Kindern macht es beiden große Freude, mit ihrer Kamera Fotos zu schießen und sie sich danach anzuschauen. Genau das war das Ziel. Ausserdem ist der Apparat wirklich unkaputtbar (hat bei uns schon mehrere Stürze aus großer Höhe unbeschadet überstanden), verbraucht relativ wenig Batterien und läßt sich auch mit kleinen Händen gut greifen und halten. Beachten sollte man, dass in die Kamera neben einem Musik Player, einer Film Funktion und einer Bildbearbeitungsfunktion ein paar Minispiele integriert sind. Darauf ist unser Flummy inzwischen besonders scharf, so dass wir die Nutzung zeitlich reglementieren müssen. Aber alles in allem hat sich die Kamera wirklich bewährt und gehört auch in die Top 5 der Lieblingsspielzeuge.

Puzzel

Eine besondere „Spezialität“ unseres ADHS-Söhnchens ist das Puzzeln. Das ist das Spielzeug, mit dem er sich am ausdauernsden beschäftigen kann. Ausserdem hat er inzwischen wirklich eine besondere Begabung darin entwickelt, nicht mehr nur mit der „try and error“ Methode, sondern gezielter entsprechend der Farben und Motive nach den passenden Teilen zu suchen. Besonders bewährt haben sich dafür die Ravensburger XXL Puzzel, z.B. mit Cars, Paw Patrol, Polizei oder Eiskönigin Motiv sowie mit Tieren, Autos oder Baustellen.

Die Puzzel kosten in der Regel um die 10 Euro sind aber oftmals reduziert auf nur 5,99€ oder 6,99€. Unser Sohn machte mit 4 und 5 Jahren die Puzzel mit 100 und 150 Teilen. Jetzt mit 6 macht er auch schon welche mit 200 Teilen.

Wichtig ist, dass die Motive nicht zu gleichförmig in Farbe und Form sind, damit man schnell Erfolgserlebnisse hat.

Dieses Minion-Puzzel kann ich z.B gar nicht empfehlen – viel zu viele gleichartige Farben und Motive:

Toniebox

Die absolute Nummer Eins unter den Spielsachen unserer Söhne sind ihre Tonieboxen. Wir haben sie angeschafft, nachdem Sohn Nr. 1 den zweiten CD-Player sowie unzählige CDs durch seine Lieblingsbeschäftigung: „CD auflegen, starten, wieder rausnehmen (natürlich nicht in die Hülle zurück legen) und neue reinlegen“ geschrottet hatte. Von der Toniebox sind wir so begeistert, dass ich mehrere Blog-Artikel dazu verfasst habe.

Was die Toniebox ist und kann findet Ihr in den nachfolgenden Beiträgen:

Toniebox, was ist das?

Toniebox Altersempfehlung und weitere Fragen

Toniebox Regal

Ich hoffe, dass Ihr einige Anregungen finden konntet, welches Spielzeug auch Eurem Kind Spaß machen könnte.

Um sich nach dem ruhigen Spiel adäquat austoben zu können, habe ich in diesem Beitrag unseren Spielekeller vorgestellt.

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